Sie sind hier: Startseite / Etappen / Reschen
Thursday, 23.11.2017
Etappen Blog Reschen
Tuesday, 2010-04-13 15:45 Alter: 8 Jahre

Reschen

Die Überquerung der Alpen lag im heutigen Mittelpunkt.

Nachdem der erste Anstieg auf über 1200 Höhenmeter führte, musste im Anschluss auch der Abstieg bewältigt werden. Dabei wurden auf einer Distanz von 7 Kilometern u.a. 400 Höhenmeter überwunden.

Brennende Schienbeine und Waden waren die heutigen Tagesbegleiter.

Am Nachmittag liefen wir dann am Reschensee mit seinem historischen Kirchturm im Wasser ein. Der Bürgermeister und einige Mitglieder des Laufvereines empfingen das "VLZP-Team" sehr herzlich und begleiteten sie zum Abendessen und den anschließenden Gottesdienst.

Impressionen der Etappe

Reschen

Bereits seit der Antike führt eine wichtige Nord-Südverbindung über die Alpen entlang der berühmten Kaiserstraße „Via Claudia Augusta“ durch Reschen. Historisch gesehen ist der Pass bei Reschen seit dem Mittelalter und der Neuzeit, neben den Bündnerpässen, ein bedeutender Alpenübergang. Der Landstrich „Oberer Vinschgau“ ist landschaftlich geprägt durch zwei große Seen, den Haidersee und den Reschenstausee. Bei der Stauung des Sees im Jahre 1950 sind Dörfer, wie Altreschen, sowie landwirtschaftlich genutztes Land überflutet worden. Seitdem  ist die romanische Kirchturmspitze des Glockenturms, die aus dem Reschenstausee herausragt, ein Wahrzeichen und verweist auf den ursprünglichen alten Kern des Dorfes Graun. Reschen ist eine der vier Ortsteile der Gemeinde Graun.

Als Nahtstelle zwischen Nord- und Südtirol liegt Reschen heute direkt auf der Passhöhe in 1.508 m Seehöhe. Nordöstlich vom Dorf entspringt die Etsch, welche das Hauptgewässer des Vinschgaus ist, durch Oberitalien fließt und in die Adria mündet. Nordwestlich befindet sich im landschaftlich wunderschönen Hochtal der Weiler Rojen, der auf  2.000 Meter gelegen. Er ist die höchste Dauersiedlung Tirols ist. Die dortige kleine St. Nikolauskirche birgt Fresken aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts und bezeugt das hohe Alter dieser kleinen Siedlung. Die Freskierung zeigt Szenen aus dem Leben Jesu, die Marter des Hl. Sebastian und die Legende um den Hl. Nikolaus. Der Innenraum ist ein flach gewölbter Raum, der mit Fresken gestaltete wurde. Perspektivisch gestaltete Architektur mit gemalten Säulen und Kapitellen akzentuieren den Raum. In der Sockelzone der Säulen zeigen illusionistische Effekte wie der Faltenwurf der gemalten Vorhänge das Können des Malers.