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Thursday, 18.01.2018

Peter Junge

Wie bist du auf den Spendenmarathon  „Von Luther zum Papst“  aufmerksam geworden?

Marian Bigocki stellte mir nach dem  3. Goitzsche-Marathon 2008 die Frage: „Warum lauft ihr nicht zu eurem deutschen Papst Benedikt XVI. nach Rom? Meine polnischen Landsleute sind vor Jahren zu unserem polnischen Papst Johannes-Paul II. gelaufen.“ „Frag den Pfarrer Matthias Weise“, sagte ich. „Wenn er mitmacht, können wir noch einmal darüber reden.“

Als Matthias Weise dann in seiner unnachahmlichen Art und Begeisterung diese Idee gut fand, hatten mich die beiden überzeugt. Die sportliche Herausforderung, von Mitteldeutschland nach Rom zu laufen, reizte mich schon. Der Gedanke, nicht nur zum Papst nach Rom zu laufen, sondern sich für einen guten Zweck nach Rom zu bewegen und Geld zu sammeln für die Opfer der bürgerkriegsartigen Unruhen, anlässlich des Wahlbetruges bei den Präsidentenwahlen 2007/2008 in Kenia, ließ mich nicht mehr los .

Nachdem dann der Landtagsabgeordnete Lars-Jörn Zimmer sich als 3. im Bunde kenntlich machte und seine Motivation, die Lutherdekade, ins Spiel brachte, nahm die Sache Formen an.

Im Dezember 2008 wurde dann unser Verein „Von Luther zum Papst“ gegründet.

Während des Aufenthaltes im Januar 2009 in Kenia sah ich die Zustände, unter denen noch heute die Flüchtlinge in diesem Land leben müssen. Diese persönlichen „Augen-Blicke“ überzeugten mich restlos von unserer Idee.

 

Was sind deine bisher größten sportlichen Erfolge?

Sportliche Erfolge hatte ich einige. Der für mich heute wertvollste war der Sieg 1955 beim Rollerrennen rund um den Roten Turm in Halle/Saale.

Als Straßenjunge einer Umsiedlerfamilie galt ich in der Schule als schwieriger Fall. Zum ersten Mal waren meine Eltern, besonders mein Vater, stolz auf mich, das Sorgenkind der Familie. Den Sieg in der AK 11 hatte ich mit einem von meinem Vater selbst gebauten Holzroller gegen „Gegner“, die mit luftbereiften Metallrollern ausgerüstet waren, errungen.

Mit meinem Siegerpreis, einer Taschenuhr und dem aus Eichenzweigen gewundenen großen Siegerkranz, erregte ich die Aufmerksamkeit auch von Achim Wolf, einem Trainer und AIBA - Kampfrichter von „Wissenschaft Halle“, der in unserer Straße wohnte.

Dieser Achim Wolf nahm mich dann Monate später mit zum Boxtraining in das Leistungszentrum von „Wissenschaft Halle“. Hier trainierten die damals bekannten Boxer Uli Nitzschke, Studentenweltmeister im Schwergewicht und die Brüder Rolf, Werner und Peter Caroli.

 

Worauf freust du dich? Was liegt dir besonders am Herzen?

Sport verbindet. Wir Sportler sind weltweit die größte Gemeinschaft und können, wenn wir uns dem bewusst sind, viel erreichen und einiges zum Guten wenden.

Das wollen wir den Menschen entlang der Strecke und in den Etappenorten vermitteln. 

 

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